Geburts- und Erfahrungsberichte

Ab sofort findet Ihr an dieser Stelle immer wieder Erfahrungsberichte von Eltern, die einen Kurs bei mir besucht haben und über Ihre Geburt berichten möchten. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue diese wunderschönen Berichte zu lesen!

Ein herzlicher Dank an all die wunderbaren Eltern <3

 


Hallo Katharina,

da unser M. inzwischen schon eine Woche alt ist, möchte ich Dir ein wenig (oder auch ein wenig mehr) über seine Geburt berichten :-)

Bei uns war es so, dass bei unserem letzten Frauenarzttermin zu Beginn der 34. SSW der Gebärmutterhals nur noch 2,2 cm lang war und das Köpfchen schon ein wenig nach unten drückte. Die Ärztin empfahl mir etwas mehr Ruhe (nicht mehr so viel rumrennen) und Magnesium, damit er noch mindestens 2 Wochen in meinem Bauch bleibt und wir zur Geburt in unsere Wunschklinik können.

So lange wollte unser Kleiner aber leider nicht warten. Am 21.8. (35+5) verlebte ich noch einen ganz normalen Tag, besuchte mein Pferd und war ein wenig unterwegs. Nachmittags kam ich nach Hause und legte mich ein wenig hin. Zwischen 17 und 18 Uhr ging ich zur Toilette und fand eine rosa Flüssigkeit vor. Ich vermutete, dass es Fruchtwasser war, erzählte mein Mann davon und kontaktierte meine Hebamme, die ich nicht erreichte, das Heilig Geist-Krankenhaus, wo ich mich als Plan B angemeldet hatte und schließlich Dich, Katharina, weil ich mir nicht sicher war, was jetzt zu tun ist und wir nicht in die Uniklinik wollten.

Die Wellen hatte ich zunächst nicht als solche wahrgenommen, sondern nur als leichten Druck im unteren Rücken. Irgendwann kam dieser Druck jedoch zusammen mit einem Ziehen im unteren Bauch in regelmäßigen Abständen ca. alle 5-7 Min. Das war dann der Zeitpunkt, in dem wir erkannt haben, dass es definitiv losgeht und wir in die Uniklinik müssen. Vorher und auf dem Weg dorthin entspannte ich mich unter Anleitung meines Mannes mit ein paar Hypnobirthing-Atemübungen. Vieles aus dem Buch und Handout wollten wir in den folgenden Wochen noch Üben und Vertiefen. Dazu kam es dann nicht mehr ;-) Ich las mir noch schnell das Kapitel zur Wellen- und Geburtsatmung durch und dann ging's gegen 21:00 Uhr los zur Klinik. Den Koffer hatte Gott-sei-Dank gerade am Vortag gepackt :-D

Katharina hatte schon ihre befreundete Hebamme, die dort arbeitet, kontaktiert und erfahren, dass sie selbst zwar an dem Tag nicht arbeitet, aber ihre Freundin Lisa an dem Tag Nachtdienst hat. So wurde Lisa vorab gebrieft, dass sie unsere Geburt begleiten und uns möglichst in Ruhe lassen soll. Vielen Dank dafür, Katharina! Das war echt super.

Als wir gegen 21:15 Uhr in der Klinik ankamen, wurde ich ans CTG angeschlossen und die erste Untersuchung durchgeführt. Zu dem Zeitpunkt war der Muttermund bereits 8 cm weit geöffnet und die Wellen wurden immer intensiver, aber nicht schmerzhaft. Ich hörte auf meinen Körper und bewegte mich so, wie ich mich am wohlsten fühlte. Ich fragte nach dem Wasserbecken und die Hebamme sagte, sie versucht, sie noch rechtzeitig voll zu bekommen, kann aber nicht versprechen, dass es noch klappt :-D

Dann gingen wir rüber in den Kreißsaal. Einen Zugang wollte mir niemand legen... Dort atmete ich mit den Wellen im Vierfüßlerstand und merkte, wie unser Kleiner sich immer weiter nach unten vorarbeitete. Da kam dann Lisa dazu und teilte mir kurze Zeit später mit, dass das Becken voll ist. Wir gingen hinüber und das Wasser war wunderbar und das Licht gedämpft, genau so, wie wir uns das gewünscht hatten. Alles weitere ging recht schnell. Die Wellen wurden intensiver und ich atmete den Kleinen nach unten und visualisierte das Bild von der sich öffnenden Rose. Zwischen den Wellen entspannte ich mich nach Anleitung meines Mannes durch Atemübungen. Zwischendurch kam ein Arzt herein und zog sich recht schnell wieder zurück. Nach einiger Zeit war der Kopf und dann auch schnell der ganze, kerngesunde M. geboren (22:47 Uhr) und ich nahm in zu mir auf den Arm. Ein wunderbarer Moment. Lisa hatte sich die ganze Zeit über nicht eingemischt und hielt sich sehr im Hintergrund. So war die ganze Geburt ein wunderbares, eindrucksvolles Erlebnis für uns drei. 

Der Arzt, der danach kam, um meinen leichten Dammanriss zu behandeln fragte, ob mir das Hypnobirthing bei der Geburt geholfen hatte. Dem konnte ich nur voll und ganz zustimmen. Wir waren erstaunt über die Offenheit des Personals. Das hatten wir bei der Uniklinik nicht erwartet. Tage später bei der Visite sagte der Arzt sogar zu mir: "Ach, Sie waren das, die so toll im Wasserbecken entbunden hat, richtig?" Anscheinend hatten wir eine sehr positive und friedliche Ausstrahlung während der Geburt. Mein Mann sagte nachher zu mir, ich hätte tatsächlich ausgesehen, wie eine Göttin :-)

Obwohl der Kleine über 4 Wochen vor dem erratenen Termin zur Welt kam, ist er kerngesund und durfte in der Nacht gleich bei mir bleiben. Es war wunderbar :-)

 


Niklas und Jasmin haben in Vorbereitung auf ihr zweites Baby einen Kurs besucht. Ihren wunderbaren Bericht darüber findet ihr in mehreren Teilen auf ihrem Blog familienimmerland.de

 

"Mir hat der Hypnobirthing-Kurs Mut gemacht, auf mich selbst zu vertrauen. In meinen Gedanken war ich stark und jederzeit bereit, mein Kind allein zu gebären. Es mag vielleicht esotherisch klingen, aber ich habe mich richtig weiblich gefühlt. Vor dem Kurs assoziierte ich Geburt stets mit Schmerzen, mit negativen Gefühlen. Der Kurs hat mir meine Ängste genommen und meine Denkweise verändert. Letztlich hat mir das sehr geholfen und mich bei jedem Atemzug meiner Geburtsreise bestärkt."

(Quelle: https://www.familienimmerland.de/familie/geburt/hypnobirthing-selbsthypnose/)